Aktuelles


BDEW veröffentlicht Zahlen zum Gas- und Stromverbrauch Q1-Q3 2016:

Gasverbrauch steigt um mehr als sechs Prozent

Stromverbrauch steigt geringfügig um 0,4 Prozent

Berlin, 28. Oktober 2016 - Erste Berechnungen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zeigen: Der Erdgasverbrauch in Deutschland ist in den ersten drei Quartalen 2016 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,5 Prozent auf 663,4 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) gestiegen. Hauptursache war der erhöhte Einsatz von Erdgas zur Stromerzeugung, sowohl in den Kraftwerken der Stromversorger als auch in industriellen Eigenanlagen. Der Anteil von Erdgas an der Stromerzeugung in Deutschland nahm von Januar bis September 2016 um 2,8 Prozentpunkte auf 11,7 Prozent zu (Q1-Q3 2015: 8,9 Prozent).

Beim Stromverbrauch zeichnet sich ein geringfügiger Anstieg in den ersten drei Quartalen des Jahres ab. Der Stromverbrauch stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,4 Prozent auf 409,9 Mrd. kWh. Dieser leichte Verbrauchszuwachs ist ausschließlich auf den Schalttag zurückzuführen. Bereinigt um diesen Effekt wäre der Stromverbrauch auf Vorjahresniveau.


Unternehmen investieren stark in Online-Marketing
Die IT- und Telekommunikationsunternehmen geben mehr für Marketing aus und setzen dabei verstärkt auf Online-Kanäle. In diesem Jahr wollen die Unternehmen im Durchschnitt 5 Prozent ihres Gesamtumsatzes für Marketingmaßnahmen ausgeben, 2013 waren es nur 4,2 Prozent. Mittelständler investieren sogar 6 Prozent ihres Umsatzes ins Marketing. Zugleich steigt der Anteil von Online-Marketing am Marketingbudget deutlich von 24 auf 30 Prozent. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Hightech-Verbands BITKOM unter Marketingverantwortlichen von ITK-Unternehmen. Dieser Trend soll sich fortsetzen. Jeweils mehr als die Hälfte der Unternehmen wollen mehr in Web 2.0-Anwendungen wie Blogs (56 Prozent), die Unternehmenswebsite (54 Prozent), Video- und Audio-Beiträge (54 Prozent), den Auftritt in Sozialen Netzwerken (53 Prozent) und Suchmaschinenmarketing (52 Prozent) investieren. Nur zwischen 2 Prozent (Soziale Netzwerke) und 6 Prozent (Web 2.0 und Unternehmenswebsite) der Unternehmen planen Ausgabenkürzungen. Am geringsten fällt der geplante Anstieg bei den Ausgaben für klassische Online-Werbung aus. Hier will nur rund ein Drittel der Unternehmen (35 Prozent) verstärkt investieren. „Wir sehen eine deutliche Verschiebung bei den Marketing-Ausgaben hin zum Online-Marketing. Dabei geht es vor allem um Dialog und Interaktion mit den Kunden. Banner und Suchmaschinenmarketing reichen heute nicht mehr aus“, sagt BITKOM-Marketingexperte Markus Altvater.

Den größten Anteil am Marketingbudget machen mit einem Anteil von 35 Prozent weiterhin Messen und Events aus. Zwei Drittel der Unternehmen (66 Prozent) wollen die Ausgaben für Messebeteiligungen mit eigenen Ständen im kommenden Geschäftsjahr konstant halten, 19 Prozent planen höhere Ausgaben. Für Gemeinschafts- und Partnerstände wollen 60 Prozent ebenso viel ausgeben wie 2014, 28 Prozent planen aber höhere Ausgaben. Auf Direktmarketing entfallen in diesem Jahr 17 Prozent des Marketingbudgets – und damit erstmals mehr als für Maßnahmen im Print, also etwa in Zeitungen, Zeitschriften oder mit Broschüren, für die nur noch 13 Prozent der Ausgaben aufgewendet werden.



Hauttest kann ungesunden Lebensstil nachweisen

Die Charité – Universitätsmedizin Berlin hat jetzt ein einzigartiges Messverfahren entwickelt, das binnen Minuten Aussagen darüber erlaubt, ob die Lebensweise eines Menschen gesund oder ungesund ist. Dieses Verfahren wird nun mit Unterstützung der Kompetenznetze für optische Technologien in einer vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Pilotstudie mit 50 Schülerinnen und Schülern erprobt. Ziel der Studie ist es, zu untersuchen, ob Jugendliche ihre Lebens- und Ernährungsgewohnheiten ändern, wenn die Folgen ungesunder Ernährung oder auch die Auswirkungen der letzten Party mit Alkohol- und Nikotinkonsum für sie direkt sichtbar gemacht werden. Darüber hinaus sollen die Schüler näher mit den gegenwärtigen Möglichkeiten der optischen Technologien vertraut gemacht werden.



Reservoir an Internet-Adressen bald erschöpft

Der Nachschub für die bisherigen Internet-Adressen ist bald erschöpft. Die weltweite Adressverwaltungsorganisation Internet Assigned Numbers Authority (IANA) hat mittlerweile 251 von ursprünglich 256 großen Adressblöcken vergeben. Die Adressblöcke gehen von der IANA an die fünf kontinentalen Verwaltungsorganisationen. Es wird erwartet, dass die IANA bald den regionalen Organisationen jeweils noch einen Adressblock des herkömmlichen Standards IPv4 zuteilt. „Voraussichtlich Ende 2011 werden die ersten Regionalorganisationen ihre Adressen an Unternehmen und Einrichtungen zugeteilt haben, dann gibt es dort keine freien Adressen im IPv4-Standard mehr“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. Dies ist für Europa besonders problematisch, da hier die Umstellung auf den erweiterten Internet-Standard IPv6 nur schleppend verläuft. „Europa hinkt bei der Umstellung auf IPv6 Asien und Amerika hinterher“, so Scheer.



Wie Blutgerinnung mit Krebs und Blutvergiftung zusammenhängt

Körperzellen produzieren in Stresssituationen vermehrt Blutgerinnungsfaktoren, z.B. Thrombin. Welche molekularen Mechanismen dabei wirken und wie Krebszellen von diesem Prozess profitieren, haben Wissenschaftler der Molecular Medicine Partnership Unit (MMPU), einer Kooperation zwischen der Medizinischen Fakultät der Universität und dem European Molecular Biology Laboratory (EMBL) in Heidelberg, entdeckt. Die Erkenntnisse eröffnen neue Möglichkeiten, Krebszellen zu bekämpfen. Die Studie gibt auch neue Hinweise für die Behandlung von Blutvergiftung (Septikämien), bei der die erhöhte Blutgerinnung immer noch die Haupttodesursache darstellt.
Stress war für unsere urzeitlichen Vorfahren oft mit lebensbedrohlichen Gefahren verbunden mit dem Risiko bei Kampf oder Flucht Blut zu verlieren. Deshalb reagiert unser Körper auf Stress unter anderem damit, reichlich Blutgerinnungsfaktoren herzustellen.
Menschen mit Krebs leiden häufig an einer erhöhten Blutgerinnung, die nicht selten zu zahlreichen Blutgerinnseln in den Venen führt. In den letzten Jahren haben die Mediziner diesen Zusammenhang auch umkehren können: Sie haben erkannt, dass Menschen mit einer aktivierten Blutgerinnung ein erhöhtes Krebsrisiko haben. Neueste Studien zeigen, dass Medikamente, die die Blutgerinnung hemmen, helfen können, Krebs zu behandeln oder vorzubeugen. Wie genau Blutgerinnung und Krebsentwicklung allerdings miteinander verbunden sind, war bisher unklar.



Allianz Umfrage zu Schmuck- und Uhrenbesitz in Deutschland
Rechnungen und Zertifikate sind wichtig. Das weiß jeder, dem schon einmal bei einem Einbruch wertvoller Schmuck oder Uhren gestohlen wurden. Um einen Schaden auch angemessen ersetzen zu können, benötigt die Hausratversicherung aussagekräftige Dokumente zu Originalität und Qualität der Wertgegenstände. 48 Prozent der Haushalte besitzen jedoch keine entsprechenden Unterlagen, obwohl die meisten (76 Prozent) Schmuck und Uhren bevorzugt im Fachhandel kaufen. Und trotz Siegeszug der Digitalfotografie: 73 Prozent haben keine Fotos von ihren Wertsachen. Das ergab eine repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag der Allianz bei 1.000 Personen zu ihren Haushalten.
Allein bei den rund drei Millionen Haushalten, die nach eigenem Bekunden Schmuck oder Armbanduhren für mehr als 5.000 Euro besitzen, summiert sich das Vermögen bereits auf über 40 Milliarden Euro. Viele Besitzer haben einen emotionalen Bezug zu ihrem Schmuck, machen sich aber über die materiellen Vermögenswerte keine Gedanken. Im Schadenfall kann das zum Problem werden. „Bei acht von zehn Einbrüchen im Privatbereich werden Schmuck und Uhren gestohlen“, sagt Michael Wagner, Schadenchef der Allianz Versicherungs AG. „Dann müssen Stehlgutlisten für die Kriminalpolizei erstellt und der Schaden für die Hausratversicherung beziffert werden. Viele wissen nicht genau, wie viele Stücke überhaupt vorhanden waren, geschweige denn, welcher Wert dafür angemessen ist.“
So gaben in der Umfrage auch 22 Prozent der Haushalte an, den Wert ihrer Schmucksachen und Uhren nicht schätzen zu können. Vielfach sind es Geschenke. Da gilt es als ernsthafter Kniggeverstoß, nach dem Wert oder gar nach der Rechnung zu fragen. 38 Prozent der Haushalte mit Schmuckbesitz haben Stücke geerbt, die häufig nicht getragen werden und für die es in der Regel keine Unterlagen mehr gibt.



Lieber Putzfrau als Versicherungsvertreter

Das Verkaufen von Versicherungen steht bei den Deutschen ganz oben auf der Liste der unbeliebtesten Jobs. Fast jeder zweite Bundesbürger (45 Prozent) kann sich unter keinen Umständen vorstellen, als Versicherungsvertreter zu arbeiten. Grund für das schlechte Abschneiden ist das geringe Ansehen der Policen-Vermittler: Nur drei Prozent der Bürger bringen diesem Beruf viel Achtung entgegen. Deutlich besser sieht es im übrigen Finanzgewerbe aus. Trotz Finanzkrise ist die Arbeit als Bankkaufmann nur für 15 Prozent der Deutschen ein gänzlich unattraktives Berufsfeld. Für weitere 30 Prozent der Bürger wäre eine politische Laufbahn völlig ausgeschlossen, 21 Prozent würden niemals als Reinigungskraft arbeiten. Das ergibt eine repräsentative Umfrage der Kommunikationsagentur Faktenkontor und des Marktforschers Toluna unter 1.000 Bundesbürgern.



Passivrauchen kann Blutdruck bei Kindern erhöhen

Passivrauchen erhöht schon bei Vorschulkindern den Blutdruck. Zu diesem alarmierenden Ergebnis kommt eine Studie, die Ärzte des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Heidelberg sowie des Gesundheitsamts Rhein-Neckar bei über 4.000 Fünf- bis Sechsjährigen in Heidelberg und der Rhein-Neckar-Region durchgeführt haben. Sie wurde am 10. Januar 2011 bei einer Pressekonferenz im Universitätsklinikum Heidelberg vorgestellt und an diesem Tag in der renommierten medizinischen Fachzeitschrift "Circulation" online veröffentlicht.
"Mit dieser Studie haben wir erstmals gezeigt, dass Passivrauchen bei Kindern den Blutdruck deutlich ansteigen lässt", erklärte Professor Dr. Georg Hoffmann, Geschäftsführender Direktor des Heidelberger Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin, bei der Pressekonferenz in der Heidelberger Angelika-Lautenschläger-Kinderklinik. Bislang war vor allem der schädliche Effekt auf die Lunge bekannt. Hoher Blutdruck bei Kindern kann bis ins Erwachsenenalter persistieren. Er ist dann einer der wichtigsten Risikofaktoren für Herzinfarkt und Schlaganfall.



27 Millionen Bundesbürger nutzen Online-Banking

Über 27 Millionen Deutsche erledigen derzeit ihre Bankgeschäfte online. Das sind rund eine Million mehr als im Jahr zuvor. Damit nutzen derzeit 43 Prozent aller Bundesbürger im Alter von 16 bis 74 Jahren Online-Banking. 2003 waren es erst 21 Prozent. „Mittelfristig wird sich Online- Banking in der ganzen Bevölkerung durchsetzen. Das zeigen auch die Daten aus anderen Ländern“, sagt BITKOM-Präsident Prof. Dr. August- Wilhelm Scheer. Nach Angaben der Deutschen Bundesbank gibt es in Deutschland derzeit 40 Millionen online geführte Konten bei einer Gesamtzahl von 93 Millionen Girokonten.